Nokia 701: Review
Wieso ich mir das Nokia 701 dann doch gekauft habe? Weil ich Nokia noch eine Chance geben wollte. Und weil ich ein Fan von Symbian bin und die einzige Alternative für mich ein iPhone gewesen wäre. Auf jeden Fall habe ich es bereits seit einer Woche, was mir die Möglichkeit gibt, darüber einen Review zu schreiben und die Entwicklung von Nokia in den letzten Jahren Revue passieren zu lassen.
Blick in meine Handy-Geschichte
Meine bisherige Vergangenheit mit Nokia war durchaus akzeptabel, gegen das Unternehmen hatte ich bis zur Entscheidung vom 11. Februar (#feb11), in Zukunft auf Windows Phone 7 setzen zu wollen, nicht viel einzuwenden. Symbian an sich ist ein tolles Betriebssystem, zusammen mit J2ME bietet es mir auch die Möglichkeit, eigene Apps zu schreiben, ohne C++, oder anderen Sprachen, nur mit Java.
Im Vergleich zu meinem alten Nokia 5800 Xpress Music, dem ersten Touchscreen-Smartphone von Nokia, hat sich einiges getan. Während Symbian 60 5th nicht der Renner war – und auch für den Abstieg des Unternehmens beim Smartphone-Boom gesorgt hat, ist man mit Symbian 3 Belle wieder auf dem Stand der Dinge. Der kapazitive Touchscreen ist um Welten besser als das “etwas” des Vorgängers. Und zwar so weit, dass ich bei den Aufnahmen der Bilder mit dem 5800 das Gerät nicht mehr richtig bedienen konnte
Perfomance
Das Nokia 701 liegt nach erster Gewöhnung bequem in der Hand. Von Vorteil ist auch, dass es im Gegensatz zum 5800 viel dünner ist (von meinem alten 6110 Navigator links (das erste Nokia mit GPS übrigens
) ganz zu schweigen). Der 1 GHz-Prozessor liefert seine Leistung brav ab, an Grenzen kommt man eher nicht. FruitNinja spielen, mit Tom Beck in 320kbit/s-Qualität im Hintergrund, und Gravity im Hintergrund sind kein Problem. Zu Rucklern kommt es nur beim Songwechsel.
Unboxing & Zubehör
Wer es bestellt, bekommt es in einem einfach gestalteten blauen Karton. Das Zubehör hält sich in Grenzen, USB-Kabel, Ladegerät und Headset gehören neben dem Smartphone an sich mit Akku zum Umfang. Ein Kabel für den Monitoranschluss sowie eins für USB On-the-Go wären durchaus praktisch.
Musik-Player: Mit CoverFlow
Im Vergleich zu Symbian 60 5th (aus dem Jahr 2008) ist Symbian 3 Belle ein echter Quantensprung. Das zeigt schon allein der Musik-Player, der nun auch CoverFlow bietet. Die Sortierung der Alben ist aber etwas merkwürdig, außerdem fehlt mir immer noch die Anzeige des nächsten Songs, der gespielt wird (was ich auch schon beim 5800 vermisst habe).
Eine diesmal wirklich an Touchscreens angepasste Steuerung garantiert ein “tolles Bedienungserlebnis”, um mal etwas zu übertreiben.
HD-Games und die besten Apps
Einige Entwickler haben sich für Symbian 3 noch mal ins Zeug gelegt. Herauskamen HD-Spiele, die an ihre iPod touch-Originale gleichen, wie FruitNinja oder Need for Speed – Shift. Die Entwickler von DoodleJump haben sich mit einer einfacheren Version zufrieden gestellt (auf einem iPod würde ich nicht 127.000 Punkte schaffen
).
Dazu gehören auch klasse Apps für soziale Netzwerke, die es für andere Systeme wie iOS oder Android nicht gibt. Wenn man von Gravity oder fMobi redet, darf man ruhig von den besten Apps auf diesem Gebiet für mobile Geräte sprechen (unabhängig vom OS).
Hardware-Details
Woran ich mich bei einem Jahr 5800 gewöhnt habe, war dieser praktische Schieber an der rechten Seite, mit dem die Bildschirmsperre ein- und ausgeschaltet werden kann. Es freut mich sehr, dass Nokia an dem Teil festhält und es weiter verwendet. Sonst wären auf dieser Seite nämlich einige Kratzer drinnen ![]()
Das Nokia 701 bietet natürlich auch WLAN und Bluetooth sowie NFC – eine scheinbar praktische Technologie, dessen Zweck mir allerdings aufgrund fehlender Peripheriegeräte verborgen bleibt.
Der Akku hält seine Zeit, aber auch nicht mehr. Internet über 3G ist etwa 4-5 Stunden am Stück möglich. Musik mindestens anderthalb Tage – über Kopfhörer. – Apropos Musik: Das einzige, was mich an dem Nokia 701 stört, sind die Lautsprecher auf der Rückseite. Ich bezeichne so etwas Konstruktionsfehler, da fast nichts an Musik ankommt, wenn man das Gerät aufs Bett legt.
Auch die integrierte 8-Megapixel-Kamera macht solide Aufnahmen, hier gibt es ein Probefoto zu sehen. Da ich die Kamera aber nicht nutze, bin ich noch nicht zu genaueren Versuchen gekommen.
Fazit
Gegen das Nokia 701 kann man nichts sagen. Eine tolle Hardware, die zusammen mit Symbian 3 Belle für ein besonderes Erlebnis sorgt. Wäre die Auflösung des Touchscreens höher und hätte Nokia die Symbian-Plattform nicht fast abgeschrieben, wäre das ein wahrer iPhone-Konkurrent. Vor allem für den Preis von 300 Euro…
Einen Test zum neuen Symbian Belle werde ich noch gesondert schreiben.
3 Kommentare
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By homer0088, 24. Oktober 2011 @ 20:08
guter Review! vielen Dank. leider ist Symbian von Nokia für quasi tot erklärt worden, ansonsten wärs eine echte Alternative zum iPhone
By Victor Ng, 25. Oktober 2011 @ 18:34
A great effort on this review…
Like to see the user review instead of Journalism as all the points are came from the view as a general user!
Thanks for the English version so that i don’t need to use the Google Translate…
By smita, 24. November 2011 @ 15:56
It is real new smartphone of Nokia and extremely powerful phone under such a price tag. A 1 GHz processor 512Mb of Ram 1 GB of ROM updates NFC IPS display outstanding features. If we compare to other android devices then Nokia 701 is good mobile phone.