BlackBerry PlayBook: Mein erster Eindruck nach 24 Stunden

Nach einigen Stunden komplexer Schritte kann ich mein BlackBerry PlayBook halbwegs nutzen. Meinen ersten Eindruck möchte ich mit euch in diesem Blogeintrag teilen, der auch mit dem PlayBook geschrieben wurde.

Nach dem Auspacken am weihnachtlichen Abend ging es ans erste Starten – und die erste Überraschung. Denn das PlayBook muss Apple-like übers Internet aktiviert werden. In meinem Fall nicht ganz unproblematisch, weil das neue WLAN-Gerät am Router erst hätte freigeschaltet werden müssen, was am Weihnachtsabend nicht zu erwarten ist. Daher versuchte ich, über JoikuSpot auf meinem 808 PureView ein WLAN-Netz zu erstellen. Aber WLAN ist nicht gleich WLAN. Das Symbian-Smartphone kann nur Ad-Hoc-Netzwerke öffnen, dass PlayBook nur welche im Infrastruktur-Modus erkennen. Mit dem Umweg über mein Netbook und die Internetfreigabe von OS X gelang es mir dann doch noch und so kam ich bis zur Prüfung auf neue Software-Updates. Denn leider war auf dem Gerät das PlayBook OS 2.0 installiert, es gibt aber schon 2.1. Das Update ist 482 MB groß, übers mobile Internet ein Unding. Nur leider ist es nicht möglich, auf dem PlayBook Updates zu umgehen. Über die Desktop Software ist das Update nicht möglich gewesen, denn diese meckerte darüber, dass der Einrichtungsprozess nicht abgeschlossen war. Ein frühes Ende also für den Abend.

Am nächsten Tag also Teil 2: Tablet wurde am Router freigeschaltet. Nun, und das wars auch. Denn das OS 2.0 scheint einen Bug mit WLAN-n-Netzwerken zu haben. Ein Drehen im Kreis also. Nur per Zufall fand ich heraus, dass ich das Tablet im ausgeschalteten Zustand an den PC anschließen und aktualisieren (Option „Reparieren“) kann und so kam dann PlayBook OS 2.1 auf das Gerät. Und die Einrichtung konnte beendet werden. Gut, dass die BBGotGame-Rewards an Entwickler verteilt wurden, ich glaube normale Menschen wären daran gescheitert.

Und endlich konnte ich herumspielen :D. Und der erste Eindruck, was die Software angeht, ist durchaus positiv. Die Gesten sind einfach und intuitiv und erhöhen etwas die Vorfreude auf BlackBerry10. Der Browser ist durchdacht und lädt Seiten in einem zügigen Tempo, YouTube-Videos in 720p werden ruckelfrei wiedergegeben. Standardapps zur Unterhaltung sind vorhanden (Fotos, Videos, Musik) genauso wie die sozialen Netzwerke Twitter (leider nur Verlinkung zum Browser), Facebook (hm…diese App ist ein ziemlicher Fail) und YouTube. Es gibt einige Apps zur Officeverwaltung, darunter DocsToGo, mit dem doc, xls und ppt (& jeweils docx…) bearbeitet werden können (aus mysteriösen Gründen können aber nur doc und xls-Dateien neu erstellt werden, aber nicht Präsentationen), und den Adobe Reader.

Es gibt einen Rechner, eine Wetter-App, Apps für Nachrichten (E-Mail, Facebook, Twitter und LinkedIn in einem), Kontakte, Kalender und Maps. Weitere Apps lassen sich aus der BlackBerry App World herunterladen, also theoretisch. Denn ich als Symbian-Nutzer bin ja wenig Auswahl gewohnt, aber so wenig dann auch nicht. Einige Apps, die ich als Must-Have oder empfehlenswert einstufe, werde ich im Laufe der Woche vorstellen. Die Situation wird sich aber im 1.-2. Quartal 2013 ändern, wenn das BB10-Update erscheint. Ansonsten gibt es den „Android Player“, mit dem Android-Apps nach Konvertierung installiert werden können. Ich selbst habe es noch nicht geschafft, eine zu konvertieren, möchte aber jeden Entwickler darum bitten, dies nicht als Dauerlösung anzusehen.

Einige Dinge stören mich am PlayBook aber. Dies ist unter anderem der große Rahmen rund um das Display. Er ist für das System nötig, aber doch etwas zu groß und verhindert, dass ich das Tablet in der Jackentasche bequem verstauen kann. Softwareseitig nervt mich die Tastatur, denn verschiedene Layouts gibt es fast ein halbes Dutzend. Einmal QWERTZ mit Wortvorschlägen (leider nicht in Android-Apps, wie der WordPress-App), eine mit QWERTZ und darüber den Zahlen 0-9, die manchmal bei Passwortfeldern zu finden ist und die erste, nur ohne Wortvorschläge. Es gab mindestens noch eins, aber das habe ich jetzt vergessen :P. Und die fehlende einheitliche Oberfläche für Entwickler (Cascades in BB10) zerstört etwas die intuitive Bedienung, weil Elemente überall anders aussehen.

Allgemein bin ich aber durchaus positiv überrascht. Ich hätte mir zwar nie ein Tablet gekauft, aber jetzt wo ich eins habe, werde ich es auch nutzen :P. Zum Akku werde ich erst nächste Woche etwas sagen können, App-Empfehlung folgen diese Woche und damit nachträglich frohe Weihnachten :-).
Nächste Woche werde ich dann nochmal ein kleines Resume nach einer Woche Nutzung ziehen und was mir noch so dazu einfällt…

Anmerkung: Ich habe es nachher dann doch noch geschafft, über das Smartphone direkt auf dem Tablet ins Internet zu gehen, nämlich über Bluetooth. Und dabei wusste ich gar nicht, dass das geht 😉

3 Kommentare zu “BlackBerry PlayBook: Mein erster Eindruck nach 24 Stunden

  1. Okay, das Einrichten des Geräts funktioniert bei Apple eindeutig besser 😉 Ich glaube da braucht man zumindest bei iPod und iPad keine Internetverbindung, beim iPhone muss man einmal iTunes öffnen um die SIM-Karte zu aktivieren.

    Naja, mal sehen wie dein Fazit nach einer Woche Benutzung ist… Ich habe ja Zweifel, dass BB wirklich noch das Ruder reißen wird…

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