Das Jahr 2018 – ein persönlicher Rückblick

Auf der Suche nach dem letzten kleinen Jahresrückblick auf diesem Blog musste ich tatsächlich an den Anfang des Jahres 2016 zurückschauen, solange hat es hier nicht mehr ein paar Worte zum Abschluss des Jahres gegeben. Zeit, diese Durststrecke einmal zu beenden, denn dieses Jahr ist viel geschehen.

Auf in die erste eigene Wohnung…

Nach zwei WGs und einer Wohnung zur Untermiete die letzten Jahre über wurde es dieses Jahr endlich Zeit, zu Hause die Koffer und Kartons zu packen und in meine ersten eigenen vier Wände zu ziehen. Die Wohnungssuche konzentrierte sich Anfang des Jahres noch auf den Raum um Freising und Landshut, ab Mitte des Jahres war dann das Düsseldorfer Umfeld Hauptfokus der Suche – und deutlich ertragreicher: Denn möchte man nicht zwangsweise in der Düsseldorfer Innenstadt leben, dann findet man hier schon Wohnungen für 400€ im Monat – für meine Belange gerade im Grenzbereich, wenn man die Hälfte des Monats eh nicht vor Ort ist. Am Ende wurde ich im (eigentlich gar nicht so) kleinen Krefeld tatsächlich fündig und habe auch nur ein paar Wochen mehr als notwendig damit verbracht, diese komplett zu renovieren. Trotz einiges an Vorwissen habe ich während der Renovierung diverse Dinge gelernt und angefangen, gewisse Dinge zu verachten – sei es Rauhfasertapete als solches oder so manch gelb-roten Einrichtungsmarkt.

Und bei dem ganzen Möbeln und Tapezieren finde ich es doch irgendwie sehr schade, dass man seine Wohnung nicht einfach mitnehmen kann, wenn man denn von A nach B zieht. Ein Gedanke, der mich nicht ohne Grund beschäftigt…

…und beruflich wieder zurück ins Rheinland

Denn eigentlich für München eingestellt hatte ich diesen Sommer dann fünf Monate tatsächlich die Möglichkeit von München aus zu fliegen. Und so sehr ich den Flughafen München am Anfang gehasst habe, so sehr vermisse ich ihn seit dem ich seit November von Düsseldorf aus fliege. Das Herumfliegen durch Deutschland mag für die Umwelt zwar nicht so gut gewesen sein und war auch für mich körperlich anstrengend, aber am Ende war München insbesondere aufgrund der kleineren Base und der Mehrzahl an neu angestellter Kollegen deutlich entspannter und sorgte insgesamt dafür, dass es viel weniger chaotische Flüge gab und die Teamarbeit und Kollegialität aufgrund der nicht vorhandenen unterschiedlichen Seniorität deutlich harmonischer von Statten lief – so viel besser, dass ich mittelfristig ernsthaft in Erwägung ziehe, wieder die Station zu wechseln, je nachdem wie sich das kommende Jahr entwickelt (den Rückblick aus beruflicher Sicht gibt es hier, da spare ich mir das Wiederholen).

Am Strand von Punta Cana kann man gut gewisse Rückschläge verarbeiten...

Ein Auf und Ab

Genauso wie im wahrsten Sinne des Wortes im Beruflichen und im Kollegenumfeld lief dieses Jahr auch in der Liebe in einem Auf und Ab ab. Auf das harmonische Ende meiner ersten Beziehung folgte das Kennenlernen einer Kollegin, in deren Umfeld ich mich doch sehr sehr wohl fühlte und die ich nach der Bestätigung des Wechsels nach Düsseldorf schon anfing zu vermissen. Irgendwann fasste ich als dann irgendwo doch sehr schüchterner Mensch den Entschluss, ihr davon zu erzählen, was aufgrund des fehlenden Erwiderns für ein kleines Tief sorgte und unter anderem für eine sehr tränenreiche aber doch schöne Nacht/Morgen am Strand der Dominikanischen Republik.

Was fehlt(e)

Während ich im ersten Halbjahr aufgrund von Beziehung und München sehr sehr viel unterwegs war und teilweise täglich geflogen bin oder volltanken durfte, ging dies im zweiten Halbjahr ordentlich zurück, sodass ich im Dezember erst einmal volltanken musste und bis auf Erledigungen für die Wohnung eigentlich nur zum Flughafen mit dem Auto gefahren bin. So schön es jetzt ist, mal ein zu Hause zu haben (wären da nicht die maßlosen Überstunden zur Hauptsaison), so sehr fehlt mir dieses Unterwegs sein dann doch, denn wirklich erholsam ist das Fehlen davon auch nicht.

Eine Sache, die dieses Jahr wirklich zu kurz gekommen ist, ist die Informatik. Ich habe hier und da zwar an ein paar Seiten gebastelt und mehrere Apps angefangen, doch zu Ende gebracht habe ich nichts und auch für bestehende Apps gab es (außer für PitlaneOne) keine nennenswerten Updates. Dabei hab ich doch letztens sehr gemerkt, wie sehr ich das vermisse und das es wieder Zeit wird, dem ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu widmen, auch oder insbesondere wenn ich an meine Zukunft denke…

Ein Ausblick ins Jahr 2019 und danach

Somit stellt sich nun die Frage, was ich von dem in wenigen Tagen startenden Jahr erwarte, bzw. was auf mich zukommen wird. Zum einen wird das wohl die Entfristung meines Arbeitsvertrags sein, gleichzeitig würde ich in der IT gerne ein kleines zweites Standbein aufbauen, sodass ich in der Fliegerei mittelfristig in Teilzeit gehen kann, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt. Spätestens wenn das soweit sein sollte, werde ich den Gedanken des Rückwechsels in die bayrische Hauptstadt noch einmal auf die Waage stellen, sollte ich mich nicht früher schon auf gewissen Flügen in die Türkei wiederfinden.

Das Frühjahr ist jetzt schon relativ vollgepackt: Neben endlich wieder ein paar Tom Beck-Konzerten steht womöglich ein kleiner Urlaub an, dessen Organisation ich im Moment etwas (un)absichtlich herauszögere und auch wenn ich damals alleine in New York war und es sehr schöne anderthalb Wochen waren, muss ich mich zu diesem alleine reisen wieder aufs neue ein wenig aufraffen.

Außerdem würde ich gerne endlich wieder regelmäßig Blogeinträge schreiben (wie oft habe ich mir das hier eigentlich schon vorgenommen?). Die zweite Jahreshälfte war auf anderen Seiten schon deutlich besser als die erste, aber auch hier würde ich mir mehr Eifer dahinter wünschen – Themen gäbe es auf jeden Fall genug…

Zum Ende

Zum Ende hin möchte ich allen danken, die dieses Jahr zu dem gemacht haben, was es war, auch wenn sie das hier vielleicht gar nicht lesen werden. Ich hoffe, auch Du als einer der wenigen Leser dieses Blogs hattest ein ebenso schönes Jahr 2018. Vielleicht war nicht alles perfekt, aber das gehört dazu und ich finde und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man eben aus jenen nicht perfekten Sachen am meisten lernen und daran am meisten wachsen kann. Und wachsend sehen wir uns hier hoffentlich dann auch im kommenden Jahr wieder… 🙂

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